Deutscher Whisky – welche Brennereien überzeugen?

Whisky aus Deutschland – welche Brennereien brennen den besten deutschen Whisky?

Seit einiger Zeit haben immer mehr traditionelle deutsche Brennereien Whisky im Sortiment. Und auch zahlreiche neue deutsche Whisky-Brennereien wurden eröffnet. Einige Jahre der Reifung später konnte bereits bester deutscher Whisky aus den Holzfässern abgefüllt werden. Mittlerweile ist deutscher Whisky qualitativ international schon ganz vorne mit dabei. Diese Brennereien und ihre deutschen Whiskys sollten Sie kennenlernen und probieren:

Deutsche Whisky-Brennereien im Vergleich

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Brennerei Liebl: Coillmor Whisky aus der Oberpfalz

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Brennerei Liebl seit 1935

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Coillmór Whisky-Herstellung seit 2006

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Inmitten des Bayerischen Waldes in Bad Kötzting stellt die Spezialitätenbrennerei Liebl den Coillmór Bavarian Whisky her. Gebrannt wird nach schottischem Vorbild zu 100 % aus Gerstenmalz.


Empfehlung: Coillmór Oloroso Bavarian Single Malt Whisky

Ganze 25 Jahre lagert bester Oloroso Sherry der Bodegas Tradicion in den Fässern, in denen anschließend für 5 ½ Jahre Coillmór Whiskys reift. Im Geschmack macht sich die Oloroso-Note durch eine komplexe Fruchtigkeit bemerkbar. Weiche Vanille- und sanfte Rauchnoten umspielen einander vor einem lang anhaltenden fruchtig-trockenen Abgang.

0,7 Liter-Flasche (46 % Vol.)

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Brauerei Rothaus: Whisky aus Baden

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Kooperation der Rothaus Brauerei mit Kammer-Kirsch

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Whisky-Herstellung seit 2006

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Die Badische Staatsbrauerei Rothaus ist für ihr markantes Tannenzäpfle-Bier weithin bekannt. Doch auch Rothaus Whisky kann sich sehen lassen. Zusammen mit der Brennerei Kammer-Kirsch aus Karlsruhe stellt Rothaus besten Badischen Single Malt her.


Empfehlung: Rothaus Black Forest Single Malt Whisky

Eine besondere Mischung aus Braumalz und Karamellmalz wird für den Black Forest Single Malt angesetzt. Nach der Destillation durch die Brennmeister von Kammer-Kirsch lagert der Whisky in Bourbon- und Highland-Whisky-Fässern. Sein honig-süßlicher und malziger Geschmack macht den Rothaus Whisky Jahr für Jahr zum besonderen Highlight.

0,7 Liter-Flasche (43 % Vol.)

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Slyrs Whisky Destillerie: Whisky vom Schliersee

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Whisky aus der Brennerei Lantenhammer seit 1999

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Eigene Whisky-Destillerie seit 2007

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Slyrs gilt als Pionier der neuen deutschen Whisky-Generation. Ein Spross der oberbayerischen Brennerei-Familie Stetter (Lantenhammer) erlernte zunächst die Braukunst und nutzte diese dann zur Erfindung des Bayerischen Whiskys.


Empfehlung: Slyrs Bavarian Single Malt Whisky Classic

Nach wie vor gilt der klassische Slyrs Bavarian Single Malt Whisky als Messlatte für deutschen Whisky. Das kristallklare Gebirgswasser der Bayerischen Alpen und die Reifung in frischen Eichenfässern ergeben einen mild-fruchtigen Malzwhisky mit Vanille-Noten, der immer wieder renommierte Auszeichnungen als bester deutscher Whisky abräumt.

0,7 Liter-Flasche (43 % Vol.)

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Steinhauser: 1. Bodensee Whisky Destillerie

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Bodensee-Obst-Brennerei seit 1828

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Whisky-Herstellung seit 2008

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Für seinen Bodensee Whisky ließ Martin Steinhauser eigens eine alte Brennanlage aus dem 19. Jahrhundert liebevoll restaurieren und einen fast ebenso alten Stadel zum Fasslager ausbauen, in dem der reifende Whisky mit Blasmusik beschallt wird.


Empfehlung: Brigantia Single Malt Whisky

Der nach einem alten lateinischen Wort der Römer für den Bodensee benannte Whisky aus Kressbronn ist fruchtig-lieblich und mild. Rauchige Noten kommen dezent aus den getoasteten Fässern, doch die Nuancen von Trockenfrüchten, Vanille und dem verwendeten heimischen Gerstenmalz sind deutlicher und fein harmonisch ausgewogen.

0,7 Liter-Flasche (43 % Vol.)

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Brennerei Ziegler: Aureum Whisky Distillery

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Edelobstbrennerei seit 1865 

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Whisky-Herstellung „Aureum“ seit 2008

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Neben der über 150-jährigen Erfahrung und Expertise in der Kunst des Destillierens setzen die Gebrüder Ziegler aus Freudenberg am Main auf ein besonders ausgeklügeltes Fassmanagement. Unter anderem kommen Kastanienholzfässer zum Einsatz.


Empfehlung: Aureum Single Malt Whisky Grave Digger Edition 6 Years

In Zusammenarbeit mit der deutschen Heavy Metal Band Grave Digger entstand diese Edition des Aureum Single Malt Whisky, die auch einen Anteil an getorftem Whisky enthält. Dafür wird regionale Gerste beim Mälzen mit Torfrauch gedarrt. Ein weiterer Anteil reift die vollen sechs Jahre
in ehemaligen Sherry-Fässern, was den vielseitigen Geschmack rundum komplett macht.

0,7 Liter-Flasche (43 % Vol.)

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Brennerei Wild: Whisky aus dem Schwarzwald

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Obstbrennerei seit 1855

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Whisky-Herstellung seit 2002

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Franz Wild und seine drei Söhne führen das Familienunternehmen, die traditionsreiche Wild Brennerei, mit Innovationsgeist in die Zukunft. Neben den edlen Wild Obstbränden gibt es nun auch Blackforest Wild Spirits: Rum, Gin, Vodka und – Whisky


Empfehlung: Blackforest Wild Whisky

Anstatt des Gerstenmalzes, das bei Malt Whisky verwendet wird, kommt für den Blackforest Wild Whisky aus der Wild Brennerei geläuterte Gerste zum Einsatz. Insgesamt acht Jahre reift dieser einzigartige Whisky: zunächst in amerikanischen Weißeichen- und französischen Cognac-Fässern, anschließend für das Finish in Sherry- und Portweinfässern, in denen die fruchtigen Noten ausreifen

0,7 Liter-Flasche (42 % Vol.)

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Deutscher Whisky wird immer vielfältiger.
Diese Brennereien sollten Sie kennen

Liebl Coillmór – von der Spezialitäten-Brennerei zur Whisky-Destillerie

Mit Bergkristallwasser aus der Kaitersberg-Quelle und Fasslagerung in amerikanischen Weißeichenfässern gelingt es den deutschen Whisky-Brennern bei Liebl, Single Malt Whisky herzustellen, der mit gutem Scotch durchaus konkurrenzfähig ist. Schon nach dreijähriger Fasslagerung in American Oak konnte der erste Coillmor-Whisky aus der Spezialitäten-Brennerei Liebl international die Whisky-Kenner von deutschem Whisky überzeugen. Der Name Coillmór ist aus dem Gälischen abgeleitet und bedeutet „großer Wald“  – ein Bezug auf den Bayerischen Wald, das grüne Dach Europas, in dem Liebl seine Heimat hat.  
Mittlerweile gibt es ein breites Sortiment verschiedener Abfüllungen aus der Whisky-Destillerie Coillmor. Dabei kommen mehr und mehr auch verschiedene hochwertige Sherry- und Weinfässer für interessante Finishings zum Einsatz.
Zahlreiche Auszeichnungen bei großen Spirituosen-Wettbewerben wie etwa der IWSC und den World Spirits Awards belegen, dass die Oberpfälzer ihr Handwerk beherrschen und deutscher Whisky in der Weltklasse angekommen ist.

Black Forest Single Malt Whisky: Rothaus kann mehr als Tannenzäpfle

Wer an den Schwarzwald denkt, denkt oft als Erstes an das ikonische Bild vom Schwarzwaldmädel, das die Etiketten der Bierflaschen von Rothaus Pils und vom beliebten Tannenzäpfle ziert. Auch ohne den ebenfalls ikonischen Bollenhut zeigt die Tracht von „Biergit Kraft“ – wie die Dame nicht nur in Baden von Rothaus-Trinkern genannt wird – ihre Herkunft klar und eindeutig.
Mit dem weichen Wasser aus den vielen verschiedenen Quellen des Hochschwarzwaldes und dem feinen Gerstenmalz kann man nicht nur Bier brauen, dachten sich im Örtchen Rothaus die Braumeister der gleichnamigen Badischen Staatsbrauerei. Und in Zusammenarbeit mit Kammer-Kirsch aus Karlsruhe, entwickelte man den Black Forest Single Malt Whisky. Kammer Kirsch wiederum ist eine Brennerei, die ebenfalls aus einem Badischen Staatsbetrieb hervorging und auf Schwarzwälder Kirschwasser spezialisiert ist. Das Etikett des gemeinsamen Whiskys ziert zwar der bekannte rote Schriftzug, der vom Bier bekannt ist, aber anstatt des Bier servierenden Schwarzwaldmädels ist eine historische Ansicht des Brauereigeländes zu sehen. So dockt die Whisky-Herstellung bei Rothaus an die Brauerei-Tradition seit 1791 an – und der badische Whisky gewinnt ebenso schnell neue Freunde wie das Bierchen.

Die Whisky-Brennerei Slyrs setzt neue Maßstäbe für deutschen Whisky

Es ist kein Scotch, es ist kein Bourbon, es ist ein Slyrs – so selbstbewusst vermarktet die Whisky-Destillerie Slyrs ihre feinen Single Malts. Dabei ist die Destillerie zwar noch recht jung, aber keineswegs unerfahren: Denn sie entstand aus einer sprichwörtlichen Schnapsidee heraus aus dem Familienunternehmen Lantenhammer. Diese Mia-san-Mia-Mentalität spiegelt sich auch im Untertitel Bavarian Single Malt Whisky wieder und setzt Bayern als eigene deutsche Whisky-Region auf die Weltkarte. Dabei bezieht sich der Name „Slyrs“ auf den frühmittelalterlichen Namen des nahe gelegenen Schliersees. Die 2007 neu gebaute Slyrs Brennerei steht dort malerisch eingebettet zwischen See und Alpen.
Mit Florian Stetter hatte einer der designierten Lantenhammer-Erben zunächst statt der Destillateursausbildung das Brauereihandwerk gelernt. Eine Studienreise führte ihn nach Schottland, wo er nach der Verkostung einiger guter Scotch Whiskys spontan behauptete, auch in Bayern könne man guten Whisky herstellen. Kurzerhand wurde unter Ehrenmännern um eine Kiste Weißbier gewettet. Einige Jahre später waren die ersten 6 Fässer Slyrs Bavarian Whisky gebrannt – damals noch in den Obstbrennanlagen von Lantenhammer. Spätestens seit den 2010er Jahren und den ersten 12-jährigen Abfüllungen ist Slyrs Whisky auch international etabliert und anerkannt. Zahlreiche Auszeichnungen bei Spirituosen-Wettbewerben belegen, dass Stetter Recht behalten hat und die Schotten langsam anfangen sollten, Weißbier zu brauen.

Steinhauser Brigantia: 1. Single Malt Whisky vom Bodensee

Eigentlich ist Steinhauser eine bekannte Weinmanufaktur. Direkt in Kressbronn am Bodensee gelegen, vereint das Familienunternehmen Weingut und Kellerei. Doch schon seit den Ursprüngen 1828 wird auch Bodensee-Obst in der Hausbrennerei zu Schnaps gebrannt – und mittlerweile steht auch preisgekrönter SeeGin und Whisky aus eigener Herstellung in den Präsentations-Regalen des Ladengeschäfts. Der allererste Bodensee-Whisky entstand aus der Vision, eine alte Brennereianlage von 1890 zu restaurieren und darum herum eine Whisky-Brennerei zu errichten. Im historischen Brennkessel wird seit 2008 der – nach einer alten lateinischen Bezeichnung für den oberen Teils des Bodensees benannte – Brigantia Single Malt Whisky sorgfältigst aus heimischem Gerstenmalz destilliert.
Anschließend erfolgt die Reife in edlen Eichenholzfässern – und auch hier hat sich Martin Steinhauser etwas Besonderes ausgedacht: Ein über 100 Jahre alter Holzstadel aus dem Allgäu wurde fachmännisch ab- und in Kressbronn wieder aufgebaut. Dieser historische Whisky-Stadl bildet nun das Brigantia Warehouse, in dem die Whisky-Fässer lagern. Musik von der Kressbronner Blaskapelle sorgt nicht nur für ein heimatverbundenes Ambiente, sondern gibt dem Bodensee-Whisky durch die Schallwellen auch die richtigen Schwingungen zur Reife mit.

Ziegler Aureum 1865: Single Malt Whisky aus besonderem Holz

Eine Besonderheit bei deutschem Whisky im Vergleich zu Scotch oder amerikanischem Whiskey ist, dass es weder Traditionen noch Regulierungen gibt, aus welchem Holz die Fässer sein sollen, in denen das Destillat seine mindestens dreijährige Reifezeit lagert. In Schottland und den USA muss es Eichenholz sein und selbst in Irland, wo im offiziellen Irish Whiskey Act von 1980 Eiche lediglich beispielhaft empfohlen wird – „Irish Whiskey must be … matured in wooden casks, such as oak“ – wird kaum eine andere Holzsorte verwendet.
Deutsche Whisky-Brennereien entwickeln aus dieser Freiheit teilweise eine hohe Kunst des Fassmanagements. In der zur Edelobstbrennerei Ziegler gehörenden Aureum Whisky-Destillerie wird fachmännisch mit verschiedensten Fässern experimentiert, wobei die Reife in Kastanienholzfässern zum festen Programm gehört.

Wild: Feinste Brände & Liköre – und Blackforest Wild Spirits

Die Schwarzwälder Wild-Brennerei ist seit langer Zeit bekannt für Obstbrände und Geiste, Frucht- und Kräuterliköre sowie neuerdings auch Weine und Sekte aus dem eigenen Weingut Wild. Das Familienunternehmen hält seit Generationen zusammen und damit bei aller Tradition auch stets den Bezug zu neuen Entwicklungen und aktuellen Trends. So kommen durch die frischen Ideen der drei Söhne von Inhaber Franz Wild zur angestammten Produktpalette der althergebrachten Obstdestillerie immer wieder neue Spirituosen hinzu.
Mit den Blackforest Wild Spirits wagt die Brennerei Wild sich auch an moderne und international beliebte Spirituosen wie Rum, Whisky und Gin heran, wobei stets auch der Bezug zur eigenen Region betont und auch in der Herstellung wirklich ernst genommen wird. Blackforest Wild Whisky wird etwa aus regionaler Gerste destilliert, deren weitere Besonderheit ist, dass sie geläutert statt gemälzt wird.

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